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Schrott, Hudson, Madl und Lindner mit tollen Vorstellungen bei Mid Summer Track Night Vienna

(C) ÖLV/A.Nevsimal(C) ÖLV/A.Nevsimal

Mit der „Mid Summer Track Night“ im Wiener Leichtathletik-Zentrum (LAZ) startete heute die Austrian Top Meeting Serie in die Saison 2021. Im ersten von sieben Meetings präsentierten sich einige heimische Top-Athleten bereits in toller Form. So schaffte Beate Schrott über die Hürden einen starken Saisoneinstieg, Magdalena Lindner qualifizierte sich gleich zwei Mal für die U23-EM und Victoria Hudson kam bis aus 1cm an die 60m-Schallmauer heran.

Beate Schrott mit starkem Saisoneinstieg über die Hürden

Für Beate Schrott (Union St. Pölten) war das heutige Meeting der „letzte erste Wettkampf einer Saison“, und das fühlte sich für sie „schon etwas seltsam an“, gab sie nach ihrem 2.Platz über die 100m Hürden zu Protokoll. Das Ergebnis ist allerdings großartig, denn mit 13,16s (1,0m/s) im Vorlauf und 13,28s (0,0) im Finale gelang der Niederösterreicherin ein ausgezeichneter Saisoneinstieg. Im Finale musste sie sich nur WM-Finalistin Megan Tapper (JAM) geschlagen geben, die in 13,11s die schnellste Zeit des Tages auf die Bahn zauberte. Karin Strametz (SU Leibnitz) war heute aus gesundheitlichen Gründen nicht am Start.Beate Schrott: „Mit dem Vorlauf bin ich sehr zufrieden, obwohl ich am Ende etwas eingegangen bin. Ich war heute schon etwas nervös, aber es ist momentan auch viel Freude dabei, vor allem weil der erste Wettkampf jetzt so gut funktioniert hat. Ich habe die 9 Wochen nach der Hallen-EM ziemlich intensiv trainiert und wusste daher nicht, was heute rauskommen kann. Eigentlich fühle ich mich noch überhaupt nicht in Form, daher bin ich positiv überrascht. Das war heute eine super Standortbestimmung, jetzt muss ich schauen wo ich in den nächsten Trainings noch etwas herauskitzeln kann.“

Victoria Hudson mit Stadionrekord, Patricia Madl mit neuer PB

Die bereits für die Olympischen Spiele qualifizierte Speerwerferin Victoria Hudson (SVS LA) präsentiert sich weiterhin in toller Form. Gleich im ersten Versuch kam sie mit 59,99m hauchdünn an die 60m-Marke heran und übertraf damit ihren eigenen Stadionrekord. Dann ging die Niederösterreicherin volles Risiko, das aber heute nicht belohnt wurde, es gab danach keine weitere Steigerung mehr. Steigern hingegen konnte sich U23-EM-Starterin Patricia Madl (SU IGLA long life), die ihre PB um gleich 1,18m verbesserte und mit 54,08m Dritte hinter Martina Pisova (CZE) wurde, die 57,43m warf.

Premierentitel für Seiler und Rattinger

Schon am Vormittag wurden die Meisterschaften im 3.000m Hindernislauf durchgeführt. Im Bewerb der Frauen startete U23-Athletin Lotte Luise Seiler (KSV Alutechnik) wie erwartet flott und legte gleich einige Meter zwischen sich und die Konkurrentinnen. Ab Mitte des Rennens kam jedoch wieder Spannung ins Geschehen, da die Steirerin etwas an Tempo verlor und Katharina Götschl (USKO Melk) wieder aufholen konnte. Erst auf den letzten beiden Runden konnte die Steirerin wieder den Speed erhöhen, holte sich mit neuem Landesrekord von 10:36,54 min zwar ihren ersten Staatsmeistertitel auf dieser Strecke, verpasst aber das U23-EM-Limit nur um 54/100s. Dahinter erreichte die Niederösterreicherin in 10:44,92 min als Zweite das Ziel und unterbot die Norm für die U20-EM von 10:50,00 damit deutlich. Die beiden Läuferinnen gewannen damit zusätzlich auch ihre jeweiligen Altersklassen. Landesrekord für OÖ stellte auch Bettina Hötzenegger (LCAV Jodl Packaging) mit 10:51,48 min als Dritte auf.

Lotte Luise Seiler: „Mein Hauptziel heute war das Limit, das hat leider nicht geklappt, aber den Titel nehme ich natürlich auch gerne und freue mich sehr darüber. Es passiert mir leider immer wieder, dass ich den ersten Kilometer zu schnell laufe und den zweiten dann zu langsam, da muss ich mich definitiv steigern. Am Ende habe ich dann eh meistens noch Reserven, aber ich muss die Läufe besser einteilen. Ich werde das Limit aber sicher nochmal probieren, in Regensburg oder bei den Schweizer Meisterschaften, und dann sollte es sich noch ausgehen.“

Huemer siegt über 100m, Lindner mit U23-EM-Limits und Revanche über 200m

Schon im Vorlauf über 100m konnte Magdalena Lindner (Union St.Pölten) mit 11,73s (0,2) die Norm für die U23-EM (11,80s) unterbieten. Im Finale, wegen einer defekten zweiten Zeitnehmung leider bei 1,9 m/s Gegenwind, drehte dann aber ihre Trainingskollegin Ina Huemer (SU IGLA long life) auf und holte sich mit 11,98s den Tagessieg. Die Hallen-EM-Teilnehmerin musste sich mit einer Zeit von 12,08s mit Rang 2 begnügen. Die exakt umgekehrte Reihung gab es dann im 200m Bewerb, wo die Niederösterreicherin mit 23,92s (-0,9) die Nase vorne hatte. Sie blieb damit nur 1/100s über ihrer PB, holte aber auch ihr zweites U23-EM-Limit an diesem Tag (24,20s). Ina Huemer kam auf 24,16s (-0,1) und wurde damit Zweite.

Ina Huemer: „Mir war nicht bewusst, dass ich so eine gute Gegenwindläuferin bin. Aber wenn mir der Start, so wie heute bei den 100 Metern gelingt, dann habe ich eine Chance gegen Leni. Die habe ich heute genützt, ich bin mit meinem Lauf sehr zufrieden.“

Magdalena Lindner: „Ich wollte im 100er eine 11,70er-Zeit laufen, das ist mit im Vorlauf ja gleich gelungen, dass passt gut. Im Finale war ich beim Start noch nicht ganz ready als schon gestartet wurde, aber es war auch kein guter Lauf von mir. Dagegen waren die 200m dann richtig stark, vor allem wenn man den ungünstigen Wind bedenkt. Das gibt viel Motivation für die nächsten Wochen.“

Zweite U20-EM-Norm für Sebastian Frey

Schon vor kurzen konnte Sebastian Frey vom Veranstalterverein DSG Wien das Limit über 3000m für die U20-EM holen, heute schaffte er selbiges auch im 1500m-Bewerb. Aber es wurde am Ende sehr knapp, doch dank eines tollen Endspurts gelang es dem jungen Wiener die geforderten 3:49,00min um ganze 8/100s zu unterbieten. Der Sieg ging in 3:42,63 min an Sam Blake (AUS).

Der Angriff auf den Österreichischen-Rekord gelang Hammerwerferin Bettina Weber (SVS LA) heute nicht, sie holte sich aber den Meeting-Sieg mit ausgezeichneten 58,82m.

Im Weitsprung der Frauen war wie erwartet eine Weite über 6m für den Sieg notwendig, Martina Kucerova (CZE) siegte mit 6,05m (0,0), Rang 3 ging an Mehrkämpferin Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union), die im letzten Versuch auf 5,93m (0,0) kam.

Stark auch die 53,01s von Leni Shida (UGA) über die Stadionrunde, Lena Pressler (Union St.Pölten) startete mit 55,60s als Dritte über diese Distanz in ihre Saison.

Quelle: c ÖLV, 2021

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